Nicht alles Gold glänzt

// von Heide Damaschun //

Aus dem neuen Buch „Nicht alles Gold glänzt …“

ISBN 978-3-9853014-0-9

Es ist die Lebensgeschichte eines Mannes, schön, verwegen, intelligent, umtriebig … Liebling des Schicksals.
Die Eltern geben ihm 1805 den Taufnamen Fotios, der Erleuchtete, der Helle. „Nomen est omen“, das trifft für Fotios Iljitsch Schwezow zu wie nur für wenige Zeitgenossen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Allerdings wurde er als Leibeigener in Russlands fernem Uralgebirge geboren. Kein Grund für große Freude auf eine Erleuchtung.
Schauplätze seines Lebens sind London, Paris, Berlin, Florenz, Sankt Petersburg, Nischni Tagil oder Tomsk in Sibirien. Bedeutende Männer der Zeit, Wissenschaftler, Dichter, Staatsmänner, bringen ihm Wertschätzung entgegen: Alexander Turgenjew und Nikolai Turgenjew, Pierre Berthier, Dominique Arago, Wassili Schukowski, Alexander von Humboldt, Wladimir Glinka oder Iwan Puschtschin.
Sein Wirken als Geologe und Bergbauingenieur in den Nischni Tagil-Fabriken der Industriellen-Familie Demidow legt wesentliche Grundlagen für die Modernisierung der russischen Eisen-, Stahl- und Kupferproduktion, beginnend mit der Schienenherstellung über die Nutzung von Abgaswärme bis hin zu der Entwicklung der Dampftechnik.
Schwezow spürt mit sicherem Instinkt Lagerstätten von Eisen, Kupfer, Platin und Gold auf. Seine Entdeckung eines 480 Tonnen umfassenden Malachiterz-Nestes in Mednorudjansk gilt bis heute als eine Weltsensation.
Während der Wirren der Kriege und Revolutionen gerät der Name Fotios Iljitsch Schwezow in Vergessenheit.
Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts besinnt man sich wieder seiner Leistungen. Heute gilt er in seiner Heimat als „Pionier des industriellen Urals“.
Die historischen Postkarten, die den Text illustrieren, stammen aus dem Archiv von Günter Grundmann. Sie legen ein beredtes Zeugnis ab über das Arbeitsleben von Bergleuten und Hüttenarbeitern vor mehr als hundert Jahren. Die Photographen haben diese Menschen getroffen an den Orten, über die im Buch berichtet wird. Das sind Bergwerke, Minen, Hüttenwerke und Goldwaschanlagen im Ural und im fernen unwirtlichen Sibirien.

// Der Verlag Akademie der Abenteuer wurde Ende 2020 gegründet. Hier fanden zunächst Kinderbücher ein neues Zuhause, die sonst aus dem Buchhandel verschwunden wären. Dies ermöglicht den Autorinnen und Autoren ihre Bücher auch weiterhin bei Lesungen vorzustellen und ihre Backlist zu pflegen. Irene Margil und Andreas Schlüter seien hier beispielgebend herzlich genannt. Schritt für Schritt kamen dann Neuveröffentlichungen hinzu. Seitdem sind über 80 Bücher von mehr als 20 Autorinnen und Autoren aus vielen Teilen der Welt erschienen –  zweimal hochgelobt von Elke Heidenreich, einmal in den Musenblättern zum Buch des Jahres gekürt. Zuletzt das in vielen Zeitungen und im Radio begeistert besprochene Werk von Marcel Nobis ‚Echt progressiv bis voll krass‘. Alle Bücher des Verlags lassen sich finden im Überblick.//

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