Alltägliches Gedicht

// von Boris Pfeiffer //

Gefangen im Leben ist keiner,
aber die meisten bilden es sich ein,
sich nicht bewegen zu können
in den Grenzen ihres Seins.

Sie denken, das kenne ich alles,
das war doch schon immer so,
das hat seine Ordnung
wie der Gang am Morgen aufs Klo.

Sie denken, mehr aufzustehen
als aus dem Bett, ist kontrovers.
Und sie hängen ihr Herz
statt in den Himmel ins Gewohnte.

Und dann in den Schmerz.
Auch wenn sie den nicht mehr spüren
nach langer langer Zeit.
Und außer sich nichts mehr hören.

Es ist kein Gang vor die Hunde,
es ist nur ein weiter so
in eines jeden Herzens Grunde.
Es ist auch leichter so.

für einen, bp 04.08.2026

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