// von Boris Pfeiffer //
Von Rand zu Rand sitzen wir am Tisch,
wir wechseln die Plätze, die Worte, beim
Essen, da schallt Gelächter, da sehnt sich
Alter nach Jugend, da nach Liebe, da nach
Verständnis und Mitfühlen.
Da fragt mich die Jüngste, was kostet das
Essen und verzieht das Gesicht, weil ich es
ihr nicht verraten will. Da glüht sie wissend,
als ich ihr den Preis für die Hausmannskost
unter dem Siegel der Verschwiegenheit verrate.
Da sieht der leise Gourmet der Familie mich
an, als er sieht, wie etwas mir schmeckt und
in seinen Augen steht sein Gefallen für mein
Schmecken, weil es ihm ebenso schmeckt
und er meinen Genuß ernstzunehmen beginnt.
Auf der Straße neben uns rast ab und an ein
Auto vorbei. Sie fahren so schnell hier, dass
ein Abbiegen einen umbringen kann. Der
Name der Wirtin flattert durch mein Ohr –
Ornella.
Großer abnehmender Mond, der Krieg breitet
sich aus in Europa, aus Russland, aus
den Vereinigten Staaten, nach Kuba, in die
Ukraine, nach Deutschland, wo die
aufgestachelten Protzer die Arme ausbreiten
und ihn fiebrig erwarten.
Seit Jahren verstecken sich Einzelne wieder
in geheimen Wohnungen vor ihren Mördern,
ausgesandt, um nach Freiheitswilligen
Ausschau zu halten und sie auszuliefern.
Genausolange schwillt dem ältesten Sohn
meines Cousins der deutsche Kamm,
blind gespuckt mit Worten aus Dunninger-
Kruger-Effekt-Mäulern.
So genau geht es mir. Wenn wir vom Tisch
aufstehen und uns verabschieden, uns auf
den Weg begeben nachhause, steht der Krieg
in mir auf, denn offensichtlich breitet er sich
aus.
Gerne würde ich die Kriegstreiber hindern
und jeden ihrer Gesellen an ihrem Tun.
Und noch lieber die Einfalt in den Seelen
ihrer Mitläufer zum Erliegen bringen.
Die Schwäche der Einfalt ist groß.
Ohne sie sähen wir die Kriegstreiber
in ihrer Winzigkeit; Männer, verunstaltet
von ihrem eitlen Denken, gierig,
nicht mitfühlend.
Die Einfalt aber will es brennen
sehen, lodern, sich bestätigt, entfacht,
wie billig es auch sei. Sie sucht
sich selbst um jeden Preis.
Das Essen für uns alle am Tisch
hat pro Mensch 23 Euro und 50
Cent gekostet. Verdammte
Angriffsraketen, was kostet ihr
uns.
// Der Verlag Akademie der Abenteuer wurde Ende 2020 gegründet. Hier fanden zunächst Kinderbücher ein neues Zuhause, die sonst aus dem Buchhandel verschwunden wären. Dies ermöglicht den Autorinnen und Autoren ihre Bücher auch weiterhin bei Lesungen vorzustellen und ihre Backlist zu pflegen. Irene Margil und Andreas Schlüter seien hier beispielgebend herzlich genannt. Nina Wegener für die kommenden Monate. Schritt für Schritt kamen dann Neuveröffentlichungen hinzu. Seitdem sind über 80 Bücher von mehr als 20 Autorinnen und Autoren aus vielen Teilen der Welt erschienen – zweimal hochgelobt von Elke Heidenreich, einmal in den Musenblättern zum Buch des Jahres gekürt. Alle Bücher des Verlags lassen sich finden im Überblick.
Der Verlagsgründer Boris Pfeiffer ist selbst einer der meistgelesenen Kinderbuchautoren Deutschlands. Er schrieb zum Beispiel die von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als einzigartig gelobte historisch-fantastische Zeitreisensaga Akademie der Abenteuer, wie auch über 120 Bände für die beliebte Kinderbuchreihe ‚Die drei ??? Kids‘ mitsamt einigen Theaterstücken und einem Musical. Von ihm stammen: ‚Celfie und die Unvollkommenen‘, Die Unsichtbar-Affen oder ‚Das wilde Pack‘. (Diese 15bändige Geschichte werden André Marx, Boris Pfeiffer und Sebastian Meyer 2027 neu gestaltet im Verlag Akademie der Abenteuer neu herausbringen.)
Im Verlag Akademie-der-Abenteuer erschienen zuletzt von Boris Pfeiffer zusammen mit der Berliner Grafikerin Marika Voß der Band „Vom Träumen und Werden“ und mit der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister die Gedicht- und Bildbände für Erwachsene „Erdenwege“ und „Arbeit am Paradies“. Ebenso frisch erschienen sind die von Holger Kugele eingesprochenen Hörbücher „Unsichtbar-Affen“ – Krimis für Kinder. Von Kindern mit großer Aufmerksamkeit gelesen wird Boris Pfeiffers vierbändige Ozean-Geschichte SURVIVORS, die von einem Schwarm bunt zusammengewürfelter Fische erzählt, deren gemeinsames Ziel es ist, den Klimawandel zu überleben. Sein Roman „Feuer, Erde, Wasser, Sturm – Zum Überleben brauchst du alle Sinne“ wurde in der Süddeutschen Zeitung als eines der zehn besten Jugendbücher des Jahres 2023 gewählt. Boris Pfeiffer arbeitet zur Zeit an einem neuen Roman und schreibt in neue Kinderbücher mit den Fußballvereinen der Deutschen Bundesliga, zuletzt mit Hansa Rostock, Hannover 96 und Union Berlin. Und demnächst erscheint auch wieder ein Band in Zusammenarbeit mit 16 Vereinen der Bundesliga, zweiten Bundesliga und dritten Liga! //
Aus dem Verlag:
































