// von Boris Pfeiffer //
Der kleinste Vulkan der Welt
und wieder denke ich an ihn.
Er ist nur eine Gasflamme
auf einem Feld, einsam über
dem Dorf; wenn die Flamme
im Regen erlischt, zünden
die Dorfbewohner sie wieder
an, damit das Gas nicht in ihre
Wiesen strömt.
Aber wenn ich so etwas höre,
denke ich an ihn. Bei meinen
Freunden denke ich, wenn etwas
ihre Neugier geweckt hätte,
etwas in ihrem Herz zum
Anschlagen gebracht, oft an
sie, die Toten, an das, was sie
geliebt haben, nicht was sie
leugneten.
Ich stelle dann fest, meine
wirklichen Freunde habe ich
an dem erkannt, was sie liebten,
kaum an ihren Selbstdarstellungen,
widerwillig an ihren Geheimnissen,
denn die haben sie immer wieder
mit ihren Freunden geteilt, weil
sie sie da, wo sie sich gebunden
fühlten, nicht teilen konnten.
Ich glaube, erst in der Freiheit
des einander Verbundenseins
wächst das einzelne Leben über
sich hinaus und bekommt das
entfaltende Glück zu spüren,
in dem sich der Mut lohnt
miteinander zu wachsen.
Das ist nicht ungewöhnlich.
Gestern erst sagte eine weise
Großmutter zu mir, sie sei mit
ihren Enkelkindern lebendig
eingemauert, und der Satz trug
keinen Hauch Böswilligkeit
in sich. Nur wer hört, wem wer
etwas sagt, kommt über dieses
Angebundensein hinaus, das
oft verhindert, dass ein Mensch
sich selbst wirklich ansieht.
Ich habe es für mich erlernt,
als ich dreizehn oder vierzehn
war. Damals sagte mir ein Junge,
wenn ich ihm zuhörte, fühle er
sich wahrgenommen und sicher.
Käme er jedoch nur eine Weile
später mit den sich in ihm daraus
erhebenden Fragen wieder zu mir,
könne ich mich nicht erinnern.
Nach seinen Worten habe ich
begonnen mich zu erinnern
und mit meinem Wissen aufrichtig
bereit zu stehen. Ich musste aber
auch feststellen, dass nicht ich
vergaß, was ich gesagt hatte,
sondern die anderen, was sie
selbst gesagt hatten.
Der kleinste Vulkan der Welt
hätte meinem Freund sehr gefallen.
Er hätte ein Piratennest daraus
gemacht, an dem man sich Essen
zubereiten konnte oder Blei zu
Gewehrkugeln schmelzen.
bp 08.08.2026
// Der Verlag Akademie der Abenteuer wurde Ende 2020 gegründet. Hier fanden zunächst Kinderbücher ein neues Zuhause, die sonst aus dem Buchhandel verschwunden wären. Dies ermöglicht den Autorinnen und Autoren ihre Bücher auch weiterhin bei Lesungen vorzustellen und ihre Backlist zu pflegen. Irene Margil und Andreas Schlüter seien hier beispielgebend herzlich genannt. Nina Wegener für die kommenden Monate. Schritt für Schritt kamen dann Neuveröffentlichungen hinzu. Seitdem sind über 80 Bücher von mehr als 20 Autorinnen und Autoren aus vielen Teilen der Welt erschienen – zweimal hochgelobt von Elke Heidenreich, einmal in den Musenblättern zum Buch des Jahres gekürt. Alle Bücher des Verlags lassen sich finden im Überblick.
Der Verlagsgründer Boris Pfeiffer ist selbst einer der meistgelesenen Kinderbuchautoren Deutschlands. Er schrieb zum Beispiel die von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen als einzigartig gelobte historisch-fantastische Zeitreisensaga Akademie der Abenteuer, wie auch über 120 Bände, Theaterstücke und das einzige Musical für die beliebte Kinderbuchreihe ‚Die drei ??? Kids‘ mitsamt einigen Theaterstücken und einem Musical. Von ihm stammen: ‚Celfie und die Unvollkommenen‘, Die Unsichtbar-Affen oder ‚Das wilde Pack‘. (Diese 15bändige Geschichte werden André Marx, Boris Pfeiffer und Sebastian Meyer 2027 neu gestaltet im Verlag Akademie der Abenteuer neu herausbringen.)
Im Verlag Akademie-der-Abenteuer erschienen zuletzt von Boris Pfeiffer zusammen mit der Berliner Grafikerin Marika Voß der Band „Vom Träumen und Werden“ und mit der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister die Gedicht- und Bildbände für Erwachsene „Erdenwege“ und „Arbeit am Paradies“. Ebenso frisch erschienen sind die von Holger Kugele eingesprochenen Hörbücher „Unsichtbar-Affen“ – Krimis für Kinder. Von Kindern mit großer Aufmerksamkeit gelesen wird Boris Pfeiffers vierbändige Ozean-Geschichte SURVIVORS, die von einem Schwarm bunt zusammengewürfelter Fische erzählt, deren gemeinsames Ziel es ist, den Klimawandel zu überleben. Sein Roman „Feuer, Erde, Wasser, Sturm – Zum Überleben brauchst du alle Sinne“ wurde in der Süddeutschen Zeitung als eines der zehn besten Jugendbücher des Jahres 2023 gewählt. Boris Pfeiffer arbeitet zur Zeit an einem neuen Roman und schreibt in neue Kinderbücher mit den Fußballvereinen der Deutschen Bundesliga, zuletzt mit Hansa Rostock, Hannover 96 und Union Berlin. Und demnächst erscheint auch weider wieder ein Band in Zusammenarbeit mit 16 Vereinen der Bundesliga, zweiten Bundesliga und dritten Liga! //
Aus dem Verlag:











