In videochat con mia nipote V / Videochat mit meiner Nichte V

von Maria Giovanna Tassinari

Ieri sera ci siamo proprio divertite.

Abbiamo cominciato con un indovinello, un indovinello inventato e “con la fregatura”, mi dice Teresa ammiccante. L’indovinello va così:

Lei: “Ci sono sette scimmie, qual è la minore?”

Io: “La più piccola?”

Lei: “No!”

Io: “Allora sono sette gemelle?”

Lei: “No!”

Io: “Mi arrendo!”

Lei (con uno sguardo furbesco): “Le scimmie sono dieci!”

Ecco dov’era la “fregatura”!

Continuiamo a fare un po’ di tutto: lei mi mostra alcuni oggetti nella stanza, poi si nasconde e io indovino in che parte della stanza è – magicamente ci riesco. Poi si muove e balla un po’ per la stanza, mi fa vedere che nella videochat posso cliccare sulla sua immagine, farla piccola e poi con il dito spostarla ai quattro angoli dello schermo. Lei fa lo stesso con me:

“Ti gira la testa?”, mi chiede.

“No!”

“Neanche a me!”. Ridiamo.

Poi mi chiede di andare a prendere un dado. Giro per casa con il cellulare, trovo il dado e torno alla mia postazione. Lei intanto ha preparato un gioco stendendo dei quadrati sul pavimento. Una specie di gioco dell’oca. Mi assegna la Pimpa, lei prende Armando. E cominciamo. Io tiro il dado, le faccio vedere il risultato, lei fa avanzare la mia figura. Poi tocca a lei. La mia figura arriva su una casella. Teresa sillaba: “Se-i st-an-ca. S-t-ai f-er-ma un g-i-ro.”

Io: “Sei stanca! Stai ferma un giro!”, esclamo. Teresa ha imparato a leggere! Nel gioco ci sono tante altre caselle, “Torna sui tuoi passi, tira i dadi.” “Ascolti il concerto del polipo. Stai ferma un giro.” Teresa legge sillabando. Teresa legge!

Giochiamo al telefono finché non si è fatta l’ora di andare a letto. Sono tutta eccitata, a malapena riesco ad addormentarmi.

Gestern Abend haben wir uns prächtig amüsiert.

Begonnen hat es mit einem Rätsel, einem erfundenen Rätsel „mit einem Haken“, erklärt mir Teresa augenzwinkernd. Das Rätsel lautet wie folgt:

Sie: „Es gibt sieben Affen, welcher ist der jüngste?“

Ich: „Der kleinste?“

Sie: „Nein!“

Ich: „Es sind also Siebenlinge?“

Sie: „Nein!“

Ich: „Ich gebe auf!“

Sie (mit einem verschmitzten Blick): „Es gibt zehn Affen!“

Das war der „Haken“!

Wir machen ein bisschen von allem: Sie zeigt mir einige Gegenstände im Zimmer, dann versteckt sie sich und ich errate, in welchem Teil des Zimmers sie sich befindet – auf magische Weise gelingt es mir. Dann bewegt sie sich und tanzt ein bisschen im Raum herum, zeigt mir, dass ich im Videochat auf ihr Bild klicken, es klein machen und dann mit dem Finger in die vier Ecken des Bildschirms bewegen kann. Sie macht dasselbe mit mir:

„Ist dir schwindelig?“, fragt sie mich.

„Nein!“

„Mir auch nicht!“ Wir lachen.

Dann bittet sie mich, einen Würfel zu holen. Ich laufe mit meinem Handy durch das Haus, finde den Würfel und gehe zurück an meinen Platz. In der Zwischenzeit hat sie ein Spiel vorbereitet, indem sie einige Quadrate auf dem Boden auslegt. Eine Art gioco dell‘oca. Sie weist mir Pimpa zu, sie nimmt Armando. Und wir beginnen. Ich würfle, zeige ihr das Ergebnis und sie lässt meine Figur vorrücken. Dann ist sie an der Reihe. Meine Figur landet auf einem Platz. Teresa Silben: “Se-i st-an-ca. S-t-ai f-er-ma un g-i-ro.”

„Sei stanca. Stai ferma un giro!“ [Du bist müde! Bleibt eine Runde stehen!], rufe ich. Teresa hat lesen gelernt! In dem Spiel gibt es viele weitere Kästchen: „Würfle nochmal und gehe zurück!“. „Du hörst dir das Konzert der Kraken an. Bleib eine Runde stehen!“ Teresa buchstabiert. Teresa liest!

Wir spielen am Telefon, bis es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Ich bin so aufgeregt, dass ich kaum einschlafen kann.

Maria Giovanna Tassinari leitet das Selbstlernzentrum am Sprachenzentrum der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind Autonomie von Lernenden und Lehrenden, Sprachlernberatung, Emotionen und Gefühle in Fremdsprachenlern- und lehrprozesse sowie in Beratungsprozessen.
Sie ist im wissenschaftlichen Board des Research Institute for Autonomy in Language Education, sowie Mitglied von Learner Autonomy Special Interest Group vom IATEFL und Autonomy Focus Group von Cercles.
Neben ihren wissenschaftlichen Publikationen hat sie auch einen privaten Blog.

https://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/slz/index.html
https://lasig.iatefl.org/
https://kuis.kandagaigo.ac.jp/rilae/
https://bloggiovi.wordpress.com/

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