Engel

von Maria Giovanna Tassinari

Wenn ich traurig bin oder Trost brauche, schaue ich mir Bilder von Engeln an. Diese Wesen werden in der Malerei der italienischen Renaissance mit sanften Gesichtszügen und langen, lockigen, goldfarbenen Haaren dargestellt. Und Flügel haben sie, hochgestreckt, mit den Farben des Regenbogens. Ich liebe die Engel von Botticelli, von Signorelli, von Filippino Lippi über alles.
Bilder von ihnen stehen auf meinem Schreibtisch, liegen zwischen den Seiten meiner Tagebücher, sichere Wegbegleiter.
Engel gibt es auch im echten Leben. Sie sehen ganz unterschiedlich aus, es ist nicht wichtig, ob sie Locken haben oder sanfte Gesichtszüge. Sie erreichen mich mit ihrer Stimme, mit liebenden Worten, mit ihrem offenen Ohr, mit einer Emoji auf einer WhatsApp-Nachricht. Jeder auf seiner Art. Einer bringt mich zum Lachen, wenn es mir nach Weinen zumute ist. In meinem Leben gibt es viele Engel, ich danke ihnen vom Herzen.

Maria Giovanna Tassinari leitet das Selbstlernzentrum am Sprachenzentrum der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind Autonomie von Lernenden und Lehrenden, Sprachlernberatung, Emotionen und Gefühle in Fremdsprachenlern- und lehrprozesse sowie in Beratungsprozessen.
Sie ist im wissenschaftlichen Board des Research Institute for Autonomy in Language Education, sowie Mitglied von Learner Autonomy Special Interest Group vom IATEFL und Autonomy Focus Group von Cercles.
Neben ihren wissenschaftlichen Publikationen hat sie auch einen privaten Blog.

https://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/slz/index.html
https://lasig.iatefl.org/
https://kuis.kandagaigo.ac.jp/rilae/
https://bloggiovi.wordpress.com/

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