In videochat con mia nipote IV / Videochat mit meiner Nichte IV

von Maria Giovanna Tassinari

In questi ultimi tempi, quella tra i miei nipoti con cui mi sento di più è Teresa. Chiama di sera, anticipata da un messaggio di mio fratello: “Hai tempo per una chiacchierata con la Teresa?”

Ho tempo.

Chiacchieriamo, e non solo.

Una volta mi ha fatto vedere la casa da lei costruita con i Lego. La visita guidata funziona così:

Lei: “Dimmi una lettera!”

Io: “C!”

Lei: “C come camera da letto.”, e mi mostra la camera da letto di uno dei bambini, il letto che di sera fa da letto e di giorno da scrivania, come mi spiega compunta. Tiene la videocamera del telefono puntata sul particolare, e davvero lo vedo, seppur di sghembo. Poi la visita guidata procede.

Lei: “Ora dimmi un’altra lettera!”

Io: “B!”

Lei: “B come bagno.” Il bagno ha la doccia, la vasca da bagno e anche una serie di pupazzetti da mettere nella vasca per giocare quando uno fa il bagno.

Mentre la videocamera passa da una stanza all’altra scorgo un cane, un gatto, qualche fiore, una donna, e altri particolari. Mi mostra la casa dall’alto, in prospettiva aerea. In cucina ci sono dei tegami, in camera da pranzo un tavolo con posti assegnati “per il babbo, la mamma, gli zii e i nonni”, mi spiega.

Nella casa c’è anche un angolo a parte dove uno si mette quando si annoia, “sta lì, e poi cerca un gioco da fare”.  Insomma, c’è proprio tutto quello che serve a un bambino.

In letzter Zeit ist Teresa diejenige meiner Nichten und Neffen, mit der ich am meisten telefoniere. Sie ruft abends  an, vorausgegangen ist eine Nachricht meines Bruders: „Hast du Zeit, um mit Teresa zu sprechen?“

Ich habe Zeit.

Wir plaudern, und mehr.

Einmal hat sie mir das Haus gezeigt, das sie aus Lego gebaut hat. Die geführte Tour funktioniert folgendermaßen:

Sie: „Sag mir einen Buchstaben!“

Ich: „C!“

Sie: „C wie camera da letto [Schlafzimmer]“, sagt sie, und zeigt mir das Schlafzimmer eines der Kinder, wobei das Bett nachts als Bett und tagsüber als Schreibtisch dient, wie sie mir süffisant erklärt. Sie hält die Handy-Kamera auf das Detail gerichtet, und ich kann es wirklich sehen, wenn auch aus einem anderen Winkel. Dann wird die Führung fortgesetzt.

Sie: „Jetzt sag mir noch einen Buchstaben!“

Ich: „B!“

Sie: „B für Badezimmer.“ Das Badezimmer hat eine Dusche, eine Badewanne und sogar einen Satz Puppen, die man in die Wanne legen kann, um damit zu spielen, wenn man einen Bad nimmt.

Während die Kamera von Raum zu Raum schwenkt, sehe ich einen Hund, eine Katze, Blumen, eine Frau und andere Details. Sie zeigt mir das Haus von oben, aus der Luftperspektive. In der Küche stehen Pfannen, im Esszimmer ein Tisch mit zugewiesenen Plätzen „für Papa, Mama, Onkel, Tanten und Großeltern“, erklärt sie.

Es gibt auch eine eigene Ecke im Haus, wo einer sich hinsetzen kann, wenn er sich langweilt, „dort stehen bleibt und sich dann ein Spiel sucht“.  Kurz gesagt, es ist alles da, was ein Kind braucht.

Maria Giovanna Tassinari leitet das Selbstlernzentrum am Sprachenzentrum der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind Autonomie von Lernenden und Lehrenden, Sprachlernberatung, Emotionen und Gefühle in Fremdsprachenlern- und lehrprozesse sowie in Beratungsprozessen.
Sie ist im wissenschaftlichen Board des Research Institute for Autonomy in Language Education, sowie Mitglied von Learner Autonomy Special Interest Group vom IATEFL und Autonomy Focus Group von Cercles.
Neben ihren wissenschaftlichen Publikationen hat sie auch einen privaten Blog.

https://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/slz/index.html
https://lasig.iatefl.org/
https://kuis.kandagaigo.ac.jp/rilae/
https://bloggiovi.wordpress.com/

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