Auf die Schippe von der Schippe

von Boris Pfeiffer

Die Schlagzeile bringt mir so manche Mail: Ein Mann mit dem gleichen Vor- und Nachnamen wie ich ist am Rande einer Anti-Corona Demonstration auf dem Weg zu seinem Auto gestorben. Mehr ist eigentlich nicht bekannt. „Ächz“, schreibt mir Freund Henry A. Selkirk, „man sollte immer zweimal lesen, bevor einem schwarz vor Augen wird.“
„Schon irgendwie blöd, auf diese Weise mit einem Schwurbler in Verbindung gebracht zu werden“, lese ich auf einem der Kommunikations-Netzwerke von einem weiteren Namensvetter. Aber den Schuh mag ich mir weder an- noch ausziehen. Niemand sollte nach seinem Tod nur für den Inhalt seines letztes Ganges gehalten werden. Mein Kumpel Peter meldet: „ … haben gestern einen Schreck bekommen …“ Und das haben so manche. Alte Weggefährten, Bekannte, Freunde melden sich. Es tut gut zu hören, dass sie sich freuen, dass ich weiterhin am Leben bin. Ich danke euch! Den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen spreche ich mein Beileid aus. Boris „Yellow“ Pfeiffer ist mir in der virtuellen Welt oft über den Weg gelaufen. Seine Musik und seine Ansichten kenne ich nicht. So wird es ihm mit mir ebenfalls gegangen sein. RIP

Boris Pfeiffer ist einer der meistgelesenen Kinderbuchautoren Deutschlands (er schreibt z.B. die Drei ??? Kids) und Gründer des Verlags Akademie der Abenteuer. Zuletzt erschien dort zusammen mit der in Australien lebenden Malerin Michèle Meister der Gedicht- und Bildband für Erwachsene Lockdown – ein C-Movie. Ende September 2021 erschien bei Harper & Collins der erste Band seiner neuen Kinderbuchreihe SURVIVORS.

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